Erfahrungen und Studien über Penisring und andere Hilfen
Allgemein gelten Penisringe oder Penisschlaufen als “Sex Toys”, die die Erektion um ein Vielfaches verlängern können. Die Drosselung des Blutrückflusses aus dem männlichen Glied führt dazu, dass dieses härter wird und die Erektion länger anhält.
Die vaginale Penetration wird dadurch erleichtert und als angenehmer empfunden. Da Frauen etwas mehr Zeit als Männer brauchen, um zum Orgasmus zu kommen, ist der Einsatz des Penisrings für beide Partner ein Gewinn.
Eine im Jahr 2018 publizierte Studie (Gemeinschaftsprojekt neuseeländischer, deutscher und Schweizer Forscher) dokumentiert, wie Frauen die Sexualität wahrnehmen: Über 50% der Frauen empfanden es für sich als wichtig, dass der sexuelle Akt für den männlichen Partner befriedigend verläuft.
Nicht umsonst erfreuen sich Penisringe großer Beliebtheit.
Laut der Durex-Studie von 2016 leiden knapp 25% aller sexuell aktiven Männer wie Frauen unter einer zu kurzen Erektion, die ihr Liebesleben negativ beeinflusst.
Hilfe bei Erektionsstörungen
Weniger bekannt ist der erfolgreiche Einsatz von Penisringen bei erektiler Dysfunktion, sprich bei Erektionsstörungen.
Erektile Dysfunktion bedeutet, dass die für eine Erektion notwendige, starke Durchblutung des Penis nicht lang genug aufrechterhalten werden kann.
Penisringe gelten dabei nicht als allgemein potenzsteigerndes Wundermittel für jeden Mann. Doch es existieren Studien, die beweisen, dass ihre Anwendung in Kombination mit anderen Mitteln gegen erektile Dysfunktion Sinn macht.
Bei etwa 65% aller Männer, die unter Erektionsproblemen leiden, helfen Medikamente wie beispielsweise Viagra, Sildenafil, Cialis, Levitra (PDE5-Hemmer), ihre Sexualität zu genießen.
Nicht-medikamentöse Methoden sind beispielsweise
- Sexualtherapie
- Vakuum…
- Penisprothesen
- Operative Korrektur der Blutgefäße im Bereich des Penis
Weder diese Methoden noch Penisringe sind nicht in allen Fällen effektiv. Der Erfolg hängt von vielen, oft sehr individuellen Faktoren ab. Die Ringe bieten eine weitere Alternative oder eine Kombinationsmöglichkeit bei der Einnahme erektionsverlängernder Präparate.
Penisringe sitzen
- an der Basis des Penis,
- umschließen den Ansatz von Penis und Hoden oder
- den Ansatz des Skrotums.
Sie alle üben Druck auf die Blutgefäße der Umgebung aus. Dies führt dazu, dass insgesamt weniger Blut langsamer als gewöhnlich aus dem Penis zurückfließt.
Wenige Studien befassten sich bislang mit der Wirksamkeit von Penisringen zur Behandlung erektiler Dysfunktion.
2007 publiziert wurde eine Studie der Abteilung für Urologie an der medizinischen Fakultät der Universität Teheran, Iran. Die Studie befasste sich über mehrere Jahre hinweg mit 42 Probanden mit vorzeitigem Samenerguss oder Ejaculatio praecox.
Diese Problematik liegt weltweit in 21% aller Fälle von erektiler Dysfunktion vor. Im Verlauf der Studie erwies sich der Penisring in diesen Fällen als nicht effektiv.
Eine Fallstudie der Porterbrook Clinic für Sexualstudien in Sheffield, UK, dokumentierte bereits im Jahr 2007, dass Ringe um den Ansatz der Testikel in Kombination mit Medikamenten gegen allgemeine erektile Dysfunktion ein zufriedenstellendes Ergebnis bei den Probanden erzielten.
Medikamentiert wurde in diesem Feldversuch mit PDE5-Hemmern. Die Phosphodiesterase-5-Hemmer blockieren das Enzym Phospodiesterase V: Die Folge ist unter anderem eine Erweiterung von Blutgefäßen.
Ursprünglich bewährte sich dieses Medikament bei der Behandlung von bei Angina Pectoris oder Bluthochdruck: Lebensbedrohliche Gefäßverengungen ließen sich damit verhindern oder bei Bedarf rückgängig machen.
Heute sind sie auch als verschreibungspflichtige Mittel unter Namen wie Sildenafil, Tadalafil oder Vardenafil gegen erektile Dysfunktion erhältlich.
Experimente ohne vorherige Diagnose führen oft zum Misserfolg.
Ist beispielsweise die Potenzmuskulatur im Becken geschwächt und wurde statt Muskel- eher kollagenhaltiges Bindegewebe eingelagert, wird ein Penisring wenig nützen.
Für Männer, die generell ein Problem haben, eine Erektion zu bekommen, ist der Penisring keine Option.
Durchblutungsprobleme, die nur die Dauer der Erektion beeinträchtigen, lassen sich dagegen mit Medikamenten inklusive Ring recht gut behandeln. In diesen Fällen hilft tatsächlich ein Penisring, wieder mehr Freude beim Sex zu erleben.
Nebenwirkungen bei Sex-Toys?
Penisringe können aus Latex, Silikon, Leder oder Gummi bestehen. Die Vorzüge? Diese Materialien sind flexibel und da der Ring nach spätestens 30 Minuten entfernt werden muss, um den künstlich herbeigeführten Blutstau zu beenden, sind optimale Passform und problemloses Entfernen wichtig.
„Insider“ greifen durchaus zu metallenen Penisringen. Diese sind hygienisch in der Anwendung. Eingebaute Verschlüsse ermöglichen das An- und Ablegen.
Problematisch wird es, wenn besagter Verschluss den Dienst verweigern und klemmen sollte. Oder wenn selbstgefertigte Konstruktionen ausprobiert werden.
Solche Experimente enden zuweilen beim Arzt. Eine Fallstudie aus Irland aus dem Jahr 2017 dokumentiert einen solchen Fall. Hier musste die Feuerwehr mit Gerät aushelfen, weil die chirurgische Ausstattung im Mater Misericordiae University Hospital in Dublin nicht ausreichte.
Die buchstäblich beklemmende Lage blieb ohne Folgen für den Patienten. Ähnliche Beobachtungen erfasste bereits eine US-Studie aus dem Jahr 2007.
Falls der Ring nicht schnell genug entfernt wird, drohen das Absterben von Gewebezellen und dauerhafte Gefäß-Schädigungen im Intimbereich.
Gleiches gilt, wenn beispielsweise zu Größe nicht ausreicht: Schmerzen oder Unbehagen sind ein Warnzeichen, den Ring schleunigst abzunehmen.
Derartige Risiken ergeben sich meist, wenn Gegenstände zweck-entfremdet werden. Wer mit Penis-Ringen experimentieren möchte, sollte sich Markenartikel beschaffen.
Diese sind nicht nur sicher und nach dem „Einsatz“ leicht zu entfernen. Sie sind auch hygienisch und hautfreundlich. Der Kauf ist per Online-Bestellung auf diskrete Weise möglich.